Tanzlexikon
Führen
Das kennen Sie; der Herr "führt". Nun, im Tanz bewegt er sich sehr oft vorwärts, und kann daher die Tanzfläche überblicken. Er achtet also darauf, das er mit seiner Dame nicht mit "Hindernissen" zusammenprallt. Dazu ist es im Einzelfall nötig, den Schrittablauf der Figuren zu unterbrechen, und vorrübergeht Grundschritt zu tanzen.
Der Herr gibt also seiner Dame immer wieder Zeichen (z.B. mittels leiser Worte, üblicherweise aber mittels bestimmter Bewegungen seiner Hände. Ist ein Tanzpaar gut aufeinander abgestimmt, ergibt sich so eine harmonische Tanzbewegung. Ist die Dame im "Vorwärtsgang", überblickt sie mehr, und kann dem Herrn Hinweise über den "Freiraum" geben, jedoch führt der Herr weiterhin, nun aber mit den Hinweisen der Dame.
BPM / bpm
Der Begriff kommt aus der Musik. Ein Takt besteht immer aus eine gewisse Anzahl von Schlägen, oder auch "Zählzeiten". Bei einem 4/4 Takt z.B. gehören 4 "Schläge" zu einem Takt. Die Bezeichnung "bpm" gibt an, wieviele Zählzeiten=Schläge=Schritte ein Tanz hat, bzw. mit wieviel Schritten er getanzt wird. Bei 60 Takten pro Minute und 4 Schläge pro Takt ergibt sich somit eine Schrittzahl (bpm) von 240 Schläge/Schritte pro Minute.
Gesellschaftstanz
Bei privaten Feiern, Tanztees, und auch öffendlichen Tanzveranstaltungen handelt es sich bei der Tanzform üblicherweise um "Gesellschaftstanz". Entstanden ist diese Tanzform ca. zu Beginn des 20. Jahrhundert. Tanzlehrer hatten das Verlangen, die Tänze zu vereinheitlichen. Später entstanden daraus auch "Modetänze", und darauf folgten dann auch die Lateinamerikanischen Tänze.
Lateinamerikanischer Tanz
Die Lateinamerikanische Tänze gehören auch zur Gruppe der Gesellschaftstänze. Es handelt sich um einen Sammelbegriff für die folgenden Tänze; Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive. Diese Tänze werden genauso wie die Standardtänze im Welttanzprogramm, z.B. in Tanzschulen und bei Wettbewerben getanzt.
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Der Modetanz gehört zu Gruppe der Gesellschaftstänze. Diese Tanzart kann "plötzlich" in Mode kommen, z.B. aufgrund eines bestimmten Liedes oder eines Filmes. Vereinzelt kann ein Modetanz aber auch genauso schnell wieder verschwinden. Ob ein Tanz zu dieser Gruppe gezählt werden kann, ist freilich auch immer "Ansichtssache". "Lambada" ist z.B. ein typischer Modetanz, welche 1989 von der Gruppe "Kaoma" von Brasilien nach Deutschland kam, heute aber praktisch gar nicht mehr getanzt wird.
Promenadenposition
Hiermit ist keine Tanzbewegung, keine Figur, sondern eine Körperhaltung gemeint. Dabei blicken beide Partner in die gleiche Richtung, sehen sich also nicht an. Der Herr öffnet nach links, und geht nach links, schaut auch nach links. Die Dame öffnet, geht und schaut nach rechts. Diese Körperhaltung wird z.B. bei manchen Walzerfiguren, und auch bei manchen Tangofiguren verwendet.
Schwungtanz
Beim Schwungtanz wird die Figur, bzw. die Figuren (Tanzfiguren) schwungvoll getanzt, dazu gehören auch die ggf. gewünschten Drehungen. Typische Schwungtänze sind z.B. Walzer und Voxtrott (langsamer Walzer, Wiener Walzer, Quickstep und Slowfox(trott)).
Standardtanz
Bei dieser Tanzart (Standardtanz) spricht man auch vom "Bewegungstanz", weil man sich im Raum bewegt, also nicht auf einer Stelle bleibt. Die Tanzpartner haben dabei immer Körperkontakt.
Schreittanz
Der Tango gehört z.B. zur Gruppe der Schreittänze, weil die Figuren in schrittähnlicher Folge getanzt werden.
Takt und Taktart
Die Bezeichnung "Takt" bzw. Rhythmus kommt aus dem Bereich "Musikintrumente", und besagt aus wievielen "Schlägen" bzw. Taktschlägen ein Takt besteht, und ob alle Schläge gleich betont werden. Beim 4/4 Takt wird z.B. jeder 4. Schlag stark betont. Beim 2/4 Takt hingegen wird jeder 2. Schlag stark betont. Beim 3/4 Takt verhält es sich etwas ungewöhnlich. Hier besteht der Takt aus 3 einzelnen Vierteln (nicht etwa 4 Viertel), wobei die Betonung auf den ersten Takt liegt.
Turniertanz
Wenn das Tanzen nicht alleine nur aus Spaß an der Freude ausgeübt wird, sondern (auch) um bei einem Wettkampf einen Preis zu gewinnen, spricht man von "Turniertanz". Das Tanzen ist dann eine Sportart, bei der ein oder mehrere Wertungsrichter die Tanzpaare beobachten, und entsprechend Punkte vergeben.
Welttanzprogramm
Das WTB besteht aus einer Reihe von Regeln und Schritten für 15 verschiedene Tänze, und dient u.a. den Tanzschulen als Unterrichtsgrundlage. In Tanzschulen kann auf diese Weise auch eine Prüfung abgelegt werden, und das Welttanzabzeichen errungen werden. Es handelt sich um die 5 Standardtänze (Foxtrott, Blues, langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer), die 5 Lateintänze (Jive/Boogie, Cha-Cha-Cha, Paso Doble, Samba, Rumba), sowie um die 5 sog. unklassifizierten Tänze (Discofox, Manba/Salza, Merengue, Rock n Roll, Marschfox)
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