Tanzverbot zu Ostern

das Tanzverbot zu Ostern

24.04.2011 - JB - das Tanzverbot zu Ostern: das sagt die Kirche. Tanzverbot? Warum das? Viele junge Leute können sich heute nicht ohne weiteres vorstellen, dass in manchen Gebieten Deutschlands zu bestimmten (teilweise hohen) Feiertagen, nicht getanzt oder übermässig gefeiert werden darf/soll. Schnell werden Parolen daher gepoltert, nach dem Motto "der Taliban lässt grüßen", oder "das muss man sich mal auf die Zunge zergehen lassen", oder "sind wir denn in der Steinzeit?". Doch so einfach sollte man es sich auch als junger Mensch, der freilich gerne feiern möchte, nicht machen. Aufklärung tut Not, und ist gut. Das wollen wir im folgenden versuchen.

Um was geht es eigentlich?

Frankfurt, wichtige deutsche Finanzmetropole hat durchgegriffen. Discobetreiber hatten Mahnschreiben erhalten, und zwar genau jene, von denen die Stadt von anderen Bürgern erfahren hatte, dass dort zu Ostern gefeiert werden sollte. Denn Frankfurt im Bundesland Hessen muss sich einem Gesetz aus den 1950er Jahren beugen. So darf an Karfreitag und an den Osterfeiertagen zwischen 4:00 Uhr und 12:00 Uhr nicht öffentlich getanzt werden. Es geht um Respekt vor dem Glauben, Respekt vor der Kirche, und es geht um Glaubensausübung. Daher ist es durchaus fraglich, ob man wirklich bei jeder Gelegenheit auf sein "Tanzrecht" bestehen muss? Ich finde nein!

Die Hintergründe der Feiertage

Ostern ist ein hohes heiliges Fest bei den Christen. Es handelt sich um eine Gedächtnisfeier der Auferstehung von Jesus Christus, Gottes Sohn. Jesus wurde gekreuzigt, ist gestorben und wurde begraben. Doch am dritten Tage danach - zu Ostern - ist er auferstanden. Der Stein vor dem Grab war weggerollt, das Grab war leer. Doch in der heutigen schnellebigen, modernen Zeit ist für diese doch wahrlich wunderbare Botschaft bei vielen Menschen kein Platz. Man will eben feiern. Ohne wenn und aber. Und zu jeder Zeit. Doch etwas mehr Respekt in dieser Angelegenheit, Respekt vor Gott, vor Jesus, und auch vor der Kirche sollte auch von jedem noch so eifrigen Tänzer/in erbracht werden. In diesem Zusammenhang kann ich persönlich auch die hessischen Grünen (Partei Bündnis90/Die Grünen) nicht verstehen. Die sagen, das sei doch alles nicht mehr zeitgemäss. Doch was hat die Zeit eigentlich damit zu tun?

Was sagt die Kirche dazu?

Verständlicherweise möchten die Kirchen Ihre Feiertage nicht aufgeben. Das ist durchaus auch in Ordnung. Letzlich würde der Wegfall von Feiertagen ja auch für uns alle mehr Arbeitstage bedeuten. Und so sollte der Verzicht auf bestimmte öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. Tanz- und Sportveranstaltungen, u. dgl. mehr, an Karfreitag doch nun wirklich kein großes Problem sein. Es gibt schliesslich genügend andere Tage, an denen man derartiges ausüben kann. Der Karfreitag jedoch ist ein Tag der Ruhe und Besinnung, der durchaus allen Menschen zugute kommen kann, wenn man die Bedeutung verstanden hat.

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