Loveparade Unglück

Love Parade Unglück: wir wollten doch nur Tanzen.

27.07.2010 - JB - Es sollte ein Fest der Liebe sein, und wurde nun zum Ort des Todes. Die Love-Parade ist seit vielen Jahren ein Kultereignis, was heute fast jeder kennt. Doch diesmal kam alles anders. Für Duisburg, eine recht große Stadt im Westen Deutschlands, nahe der Niederländischen Grenze hätte eine erfolgreich verlaufene Love-Parade ein Image Gewinn bedeutet. Doch offenbar wurden manche (Sicherheits) Auflagen nicht kontrolliert, und somit missachtet - das Schicksal nahm seinen Lauf.

Vermutlich hat auch nicht wirklich jemand mit dermaßen großen Menschenmassen gerechnet. Insgesamt kamen 19 junge Menschen ums Leben. Die Love-Parade, ein Synonym für Massentanzen nach Technomusik wird nun für immer überschattet sein, von einem grausigen Unglück.

Alle durch einen engen Tunnel

Oben im Bild sieht man die große Menschenmenge beim Tanzen nach Technomusik. Wie konnte man auf die Idee kommen, so viele Menschen alle durch einen engen Tunnel zum Hauptveranstaltungsgelände zu führen? War es nicht vorhersehbar, dass dann Panik ausbricht. Genau das ist passiert. Niemand nahm mehr Rücksicht auf den anderen. Tatsächlich haben Menschen in Panik auf andere Menschen rumgetrampelt. So banal das auch klingen mag. So war es offenbar. Die Ursache für dieses Unglück lag offenbar in der schlechten Planung.

500 Verletzte müssen versorgt werden

Neben den vielen Toten gab es rund 500 Verletzte unterschiedlicher Verletzungsgrade. Einen solchen "Ansturm" von Verletzten sind auch große Krankenhäuser in aller Regel nicht gewachsen. Daher werden bereits im Tunnel Notversorgungstationen eingerichtet, um die Verletzten nach Ihrem Verletzungsgrad einzusortieren.

Und die Schuldigen?

Mit Bussen aus der ganzen umliegenden Gegend werden zunächst mal die Besucher der Love-Parade vom Ort des Geschehens gebracht. Ungefähr 3 Stunden nach dem Geschehen kommt der Krisenstab der Stadt zusammen - ohne überhaupt genau zu wissen, was eigentlich passiert ist. Gegen ca. 23 Uhr Abends wird dann endlich auf der Love Parade die Musik ausgemacht, während im Tunnel Kriminalbeamten nach Spuren des Unglücks suchen. Die Schuldigen müssen erstmal gesucht und gefunden werden. Doch niemand will die Schuld auf sich nehmen. Weder der Organisator, noch der Bürgermeister von Duisburg, noch sonst jemand...

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